Dienstag, 14. Juni 2016

Nadelwelt in Karlsruhe

Am vergangenen Wochenende ging für mich ein Traum in Erfüllung. 

Zum ersten Mal besuchte ich die "Nadelwelt" in Karlsruhe. Dort traf ich am Messestand Anke Heckmann und Madlen Steiger, die das Geschehen am Stand perfekt geregelt und organisiert haben.

Von "JUKI Nähmaschinen" eingeladen durfte ich am Messestand mit der TL-2200QVP Mini quilten.
Das hat mir sehr viel Freude gemacht. :-) :-) :-)
Immer wieder kamen Messe-Besucherinnen, die zugeschaut haben und mit mir sprechen wollten.

Es war einfach nur toll!!!

Vielen Dank dafür, dass ich dabei sein durfte. :-) :-) :-)




Sonntag, 29. Mai 2016

Nähen mit Wachstuch

An diesem Wochenende habe ich mit Wachstuch experimentiert und möchte Euch über meine Erfahrungen berichten.

In meinem Nähzimmer stehen drei Abfallkörbe, einer in der Nähe des Bügelbretts, einer seitlich neben der Nähmaschine und einer neben dem Zuschneidetisch.

Die Körbe sind geflochten und mit gepunktetem Stoff ausgeschlagen.

Seitenansicht
Wie Ihr Euch bestimmt gut vorstellen könnt, weigert sich der Stoff beharrlich, Fadenreste und Flusen abzugeben, wenn ich den Korb ausleeren möchte.
Ich beschloss, diesem Ärgernis ein Ende zu bereiten und plante, den Stoff durch Wachstuch zu ersetzen. Dazu entfernte ich das Futter aus den Körben.

Für die Anfertigung der ersten Korb-Auskleidung nahm ich das aufgetrennte Futter als Muster.

Das erschien mir absolut logisch und konnte eigentlich nur zu einem guten Ergebnis führen.

Weit gefehlt.

Das Futter aus Wachstuch sollte auch wieder über den Rand des Körbchens gestülpt werden. 

Eins hatte ich jedoch nicht bedacht: Wachstuch ist absolut unnachgiebig, egal in welche Richtung!

Zu meiner großen Überraschung ließ sich das neue Innenfutter nämlich nicht über den Körbchenrand ziehen, bzw. das Körbchen knickte nach innen ein und bildete an einer Seite eine elegante Beule.

So ein Mist.

Das glaubte ich jetzt einfach nicht und sann auf Abhilfe.

Kurzerhand faltete ich den Rand des Futters nach außen um und nähte ihn fest. Das Futter passt jetzt zwar in das Körbchen, geht aber nicht über den Körbchenrand hinaus, beult und gefällt mir nicht so wirklich.

Wenn man mit Wachstuch arbeitet ist ein Teflonfuß sehr vorteilhaft, weil er nicht auf dem Wachstuch anklebt.

Die JUKI HZL-DX7 bringt eine Teflonsohle mit, die ideal für das Nähen dieses Projekts geeignet ist.
Für das nächste Körbchen überlegte ich mir eine andere Variante.

Zur Stabilisierung des Futters unterlegte ich das Wachstuch mit "Soft & Stable" und fertigte einen Schnitt nach meinen eigenen Vorstellungen an.

Diese zweite Variante gefällt mir schon besser. Wie Ihr sehen könnt, sind die Körbchen nicht gleichmäßig geformt, was einem die Arbeit nicht gerade erleichtert.

Innenansicht
 Seitenansicht
Dieses Körbchen-Futter ist deutlich glatter und hat einen Umschlag, der über den Rand hinaus geht.

Wie ich das dritte Innenfutter arbeite, weiß ich bisher nicht. Es wird mir schon noch einfallen. ;-)
 

Sonntag, 15. Mai 2016

JUKI HZL-DX7

Damit es nicht eintönig und langweilig wird, darf ich zwischendurch über die JUKI HZL-DX7 berichten, die für eine Weile bei uns zu Gast ist. :-)
Diese Maschine hat neben zahlreichen Nutzstichen auch ein großes Angebot an Zierstichen.

Sie näht also nicht nur vorwärts und rückwärts, sondern bietet ansprechende Zierstiche, die maximal 7 mm breit sind. Dazu gleich mehr.

Sehr angenehm überrascht bin ich über den großen Lieferumfang dieser Maschine. Den großen Anschiebetisch habt Ihr ja oben auf dem Foto schon teilweise gesehen.
In einem Zubehörbeutel mit Reißverschluss findet man folgende Dinge:
Sicher erkennt Ihr den Obertransportfuß (oben in der Mitte) neben 5 verschiedenen Snap on-Sohlen, dem freihand Quiltfuß (nicht hüpfend :-) und in der Höhe verstellbar), 1 Satz Zwillingsnadeln, einem Quiltlineal, einem zusätzlichen Garnrollenhalter und einem Stanzer für Ösen. Der Standardfuß A hat sich aus Versehen hier auch noch mit aufs Bild geschmuggelt (Die zweite Sohle auf der linken Seite, von oben nach unten).

Die Zubehörbox ist ebenfalls sehr gut bestückt. Man findet:
  • den Knopflochfuß (E)
  • den manuellen Knopflochfuß (I)
  • den Überwendlichfuß (C)
  • den Blindstichfuß (D)
  • den Reißverschlussfuß (B)
  • 3 Spulen
  • den T-förmigen Schraubenzieher
  • einen Nahttrenner
  • eine Reinigungsbürste
  • ein Nadelset
  • einen Garnrollenhalter (klein)
  • einen Garnrollenhalter (mittel)
Der große Garnrollenhalter ist an der Maschine montiert.
Zur Ausstattung der Maschine gehört außerdem ein Hartschalenkoffer (zum Schutz der Maschine), ein Fußanlasser, ein Kniehebel, ein Handbuch und eine DVD.

Die Bedienung der Maschine ist sehr einfach und leicht verständlich. Die Einfädelwege für das Spulen und für den Oberfaden kann man sich direkt auf der Maschine anschauen und sich an ihnen orientieren.
Am Display stellt man die gewünschten Stiche ein.
Das war ein grober Überblick zur Maschine und ihrem Zubehör.

Doch jetzt möchte ich Euch zeigen, wie sie näht. :-)

Ausgewählt habe ich verschiedene Zierstiche und sie auf ein Sandwich aus Patchworkstoff und einer Lage "Soft and Stable" genäht.
Im Detail:



 
Ein kurzes Video, das die Maschine von allen Seiten zeigt, startet, wenn Ihr auf den Pfeil im Bild klickt.
Detaillierte Informationen zur Maschine gibt es hier.

Bis bald. Ich nähe jetzt wieder. ;-)
 





 
 

Montag, 9. Mai 2016

Paspelfuß - erweiterte Anwendung

In der vergangenen Woche habe ich mich mit dem Paspelfuß, der als weiteres Zubehör für die Juki TL-98P erhältlich ist, beschäftigt.

Vermutlich gibt es Paspelfüße für fast alle Nähmaschinen, und sie sind sich vom Aufbau her bestimmt recht ähnlich.

Der Nähfuß zeichnet sich dadurch aus, dass er auf der Unterseite eine breite Rille aufweist, in der die Paspelschnur geführt wird.
Von der Seite betrachtet sieht man eine schmale Öffnung, durch die man den Nähfaden unter den Fuß führen kann.

Das runde Stichloch ist relativ groß.
Das nächste Foto zeigt den Paspelfuß an der Maschine montiert.
Das große Stichloch brachte mich auf eine Idee. Ich fädelte einen Wollfaden hindurch und legte ihn unter den Nähfuß.
Genäht habe ich auf selbst hergestelltem Filz mit einer 90er Topstitch Nadel. Ob und wie das funktioniert hat, könnt Ihr Euch in einem kleinen Video anschauen.
Das Stück Filz beließ ich in der Form, die beim Filzen entstanden war. 
Mit Wollfäden verziert sieht der Filz so aus:

Die Rückseite wurde mit einem Stück Glattleder abgedeckt.
Ich war sehr gespannt, ob die Maschine diesen "Brocken" beim Zusammennähen schlucken würde.

Unter dem Nähfuß:
Und .. die Maschine hat einfach nur genäht: :-)
Aus dem so vorbereiteten Stück Filz wurde eine "Wolltasche", in die man die Wolle beim Stricken legen kann, damit sie nicht überall herum saust.

Vorderseite:
Rückseite:
Seitenansicht:
Die Seitennähte wurden von Hand geschlossen.
 Innenansicht:
 


 
 
 
 

 

Donnerstag, 5. Mai 2016

Mittwoch, 27. April 2016

Juki TL - 98P Maschinenabdeckung (2)

Schon oft habe ich erlebt, dass sich ein Projekt plötzlich ganz anders entwickelt als es ursprünglich geplant war.

Angeregt durch Michaels FME-Tipp auf Facebook (Free Motion Embroidery = freihand sticken) versuchte ich, freihand im Rahmen zu sticken. Meine Hände übernahmen also die Aufgabe, die sonst das Stickmodul erledigt. 

So perfekt und präzise (wie bei einer Stickmaschine) ist mein Stickergebnis natürlich nicht, was ich aber problemlos akzeptieren kann.
Als Oberfaden habe ich zwei verschiedene Garnfarben durch ein Nadelöhr gefädelt, was mit dem Nadeleinfädler der JUKI auf Anhieb gelang.

Die Nahaufnahme zeigt deutlich beide Oberfäden. Außerdem war die Oberfadenspannung so eingestellt, dass der Unterfaden (dritte Garnfarbe) eine Winzigkeit an die Oberseite des Stoffes gezogen wurde.
Fertige, frei im Rahmen geführte Stickerei.
Ich betrachtete das Ergebnis und beschloss, die Stickerei an einer anderen Stelle in die Abdeckhaube einzubauen, verrate Euch aber noch nicht, wo sie landen wird. ;-)

Mit der Stickerei bildete ich ein Sandwich (Thermolam) und quiltete um die Stickerei herum.
Eingefasst wurde der runde Quilt mit einem Schrägstreifen.
Dazu nahm ich den Nähfuß, dessen Sohle zur rechten Außenkante 5 mm misst.
Der Schrägstreifen wurde auf die Unterseite umgeklappt, gebügelt und mit einem Geradstich (auf der Oberseite des Quilts) im Nahtschatten festgenäht.
 Jetzt bin ich selbst gespannt, wie es weiter geht. :-)